Archiv für die Kategorie „Wikingerkleidung“

Mühsames Litzenstechen

Mein Mann verliert immer schnell die Geduld beim Litzenstechen (wobei ich froh bin, dass er mir hilft!) und so schaffen wir ungefähr 20 Fäden täglich. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen…

Zierflechte am Trägerrockfragment H14A-B

Das Thema beschäftigt mich hin und wieder nun schon seit 3 Jahren. Wie mag die Zierflechte aus sechs Fäden (je 3 rote und 3 gelbe) geflochten worden sein? Die Fäden sind jeweils z-gesponnen und s-gezwirnt. Ich habe es mit Flechten, Slyngning und Fingerloop probiert.
Die vor zwei Jahren mit Fingerloop hergestellten Zierflechten meines blauen Trägerrocks (aus Krapp-Hellrot und Walnuss-Hellbraun /mangels Gelb) habe ich wieder aufgemacht, da man bei Fingerloop die Fäden jeder Farbe doppelt  hat und dieses bei der Flechte offenbar nicht der Fall ist. Die Flechten waren dadurch auch viel zu breit geraten. Bei Fingerloop müsste man also eine Schlaufe aus beiden Farben zusammenknoten. Wie dann der Flechtrythmus ginge, habe ich bisher nicht herausgefunden.
Gestern habe ich angefangen, mit je drei Fäden einer Farbe ganz klassisch zu flechten; nimmt man pro Strang je zwei unterschiedliche Farben und legt diese sorgfältig nebeneinander über den mittleren Faden, so erhält man ein Ergebnis, welches der Musterzeichnung (n. Prof. I.Hägg) oberflächlich recht nahe kommt.

Es ist noch nicht der Weisheit letzter Schluss, überzeugt bin ich noch nicht.

(Bild: links die alte Zierflechte, rechts neu aus 6 Fäden geflochten)

Nachtrag:

Flo hat eine tolle Lösung gefunden:
KLICK HIER

Soeben fertig genäht: Frauenobertunika aus handgewebtem 2/2-Köper, walnussschalengefärbt.

Aktueller Stand

Momentan gibt es nichts Neues; die Projekte schleichen so vor sich hin.

Die neuen Socken sind halbfertig, aber ich habe Zweifel, ob sie nicht eine Spur zu eng sein könnten (nicht für mich), aber sie müssen ja ganz eng sitzen…

DSC00508

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Weben und Zuschnitt

So sah es heute Mittag nach langem Fadensortieren am Webstuhl aus:

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Im Oktober hatte ich das Garn gefärbt, dann lange Zeit hart am klapprigen kleinen Webstuhl den Gleichgratköper erkämpft; heute habe ich ihn (den dunkleren Teil des Stoffes) zerschnitten:

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Das war ein guter Zuschnitt; nach langem Vorder/Rückteil, zwei Ärmeln und zwei Keilen kam der Verschnitt unten rechts dabei heraus. Das ist doch ein gutes Ergebnis :-)

Stand der Dinge

Inzwischen ist es so, dass ich meine täglichen Aktivitäten eher auf meiner Facebook-Seite beschreibe, um diesen Blog nicht mit kleinen Meldungen zu überhäufen. Momentan schäre ich eine Webkette von 1250 Fäden (0,3mm) und habe bereits 700 Fäden geschafft.

Daraus soll ein Gewebe für den Trägerrock entstehen; ein Schussrips, der beim Zuschnitt um 90° gedreht werden wird.

Fortschritte 2/2-Köper

Das dunkelbraune Schussgarn ist nun aufgebraucht, damit habe ich 4,86m gewebt. Nun webe ich weiter mit dem hellbraunen Schussgarn, man sieht hier auf den Fotos den Übergang:

Fortschritte beim Gleichgrat/ 2/2-Köper


Es sind schon etwa 2,60m gewebt, Breite 55cm.

Gleichgratköper aus walnussgefärbtem Garn

Das ist jetzt der letzte Rest dieses Garns. Das Webstück geht langsam voran; zum Glück hat mein Mann sich aufgerafft und mir beim Litzenstechen geholfen :-) hier ist schon etwa 1m gewebt, etwa 4 Stunden hab ich dafür benötigt.

Litzenstechen

In meinem Webbuch steht zum Litzenstechen “man kann es auch alleine machen, es geht dann nicht so schnell”. Mich würde mal interessieren, wie man auf der einen Seite des Webstuhls die Fäden der Reihe nach hinhalten kann und gleichzeitig auf der anderen Seite mit dem Litzenstecher die Fäden durch die Litzen ziehen kann?? Wie soll das gehen? Würde mich brennend interessieren.

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